Foto- und Bildarchiv
Fotoarchiv
Das Fotoarchiv des Museums Erding umfasst geschätzt 40.000 Schwarzweiß- und Farbfotografien sowie ca. 3.000 Ansichtskarten. Hinzu kommen weitere tausende (Kleinbild-) Negativstreifen, Dias, Fotoalben mit eingeklebten Fotos, Filmrollen, VHS-Kassetten und Glasplatten. Eine Auswahl davon zeigt die Fotowand im Foyer und Außenbereich des Museums mit „nur“ 1.400 Aufnahmen. Die frühesten, bislang bekannt gewordenen Aufnahmen reichen bis in die 1860er Jahre zurück, von denen sogar die originalen Glasplatten im Museum lagern. Mit wenigen Lücken rund um die Jahrhundertwende bildet die Sammlung zahlreiche stadtgeschichtlich relevante Themen bis in die heutige Zeit ab. Die ersten Farbaufnahmen sind aus den 1950er Jahren bekannt.

Themen im Archiv
An Motiven ist Alles dabei: Stadtansichten, die die baulichen Veränderungen in der Stadt dokumentieren, aber auch Aufnahmen aus dem gesamten Landkreis. Porträts von Erdinger Bürgern, Gruppenaufnahmen und zahlreiche Klassenbilder sowie Alltagsszenen. Herbstfeste, Kirchenfeiertage und Veranstaltungen, Fotografien von Geschäften, Firmen und dem Handwerk. Schulen, Kindergärten, Vereine, Post und Bahn, Landwirtschaft – all das findet sich im Archiv. In zahlreichen Bildern sind auch die Kriegsjahre, Hochwasserereignisse sowie der Fliegerhorst Erding dokumentiert. Konvolute wie die Sammlung des Pressefotografen Konrad Kressierer oder der Nachlass von Eugen Press liefern ein breites und wertvolles Spektrum. Diese und zahlreiche Fotografien aus Privatnachlässen harren teilweise allerdings noch der abschließenden Sichtung, Bewertung und Inventarisation.

Archivierung und Sammlung
Die Kernaufgabe des Fotoarchivs liegt in der fachgerechten Bewahrung und Archivierung der Fotografien. Es finden sich sowohl analoge, historische als auch digitale, zeitgenössische Fotografien in der Sammlung. Jede Aufnahme bringt andere konservatorische Anforderungen mit sich, wobei der Großteil der Aufnahmen in Papierform existiert, vom klassischen Postkartenformat bis hin zu Aufnahmen in DIN A2. Nach eingehender Recherche zum Original und der Entscheidung, sie in die Sammlung aufzunehmen, erhält jede Fotografie eine Inventarnummer sowie einen dazugehörigen Datensatz in der Museumsdatenbank, um den Zugriff darauf zu erleichtern und dazugehörige Informationen schnell abrufbar zu machen.

Forschung
Eine weitere Kernaufgabe des Fotoarchivs liegt in der Forschung, vorrangig zu eigenen Sonderausstellungen und Publikationen sowie Konvoluten bzw. Nachlässen, die in den Besitz des Museums übergehen. Das Augenmerk liegt stets darauf möglichst viele Informationen zu einer Aufnahme zu bekommen, denn nur Fotografien mit ausreichend Geschichte sind für die zukünftige Bewahrung wertvoll. Aber auch externe Forschungsanfragen für wissenschaftliche Aufsätze, Fachartikel oder Heimatforschungen erreichen das Museum laufend und werden bedient.
Bei einer kommerziellen Verwendung von fotografischem Bildmaterial aus dem Archiv wird eine Nutzungsgebühr, die Sie unserer Satzung entnehmen können, erhoben.

Wir machen Geschichte lebendig
Erleben Sie ausgewählte Fotografien aus unserem Kalender 2026 mit Hilfe von KI zum Leben erweckt. Sie werden sehen, dass die Technik noch nicht perfekt arbeitet und einige Details fehlerhaft umgesetzt werden. Die Animationen sind daher eher als amüsante Spielerei zu sehen und nicht als geschichtliche Dokumentation.
Erstellt durch Thomas Schöberl mit Hilfe von www.midjourney.com.
Beispiele aus dem Fotoarchiv







